Scala & Kolacny Brothers

07. Juli - Kulturpalast Dresden
Scala & Kolacny Brothers
Am 07.07.2012 gibt Scala & Kolacny Brothers eine weiteres Konzert in Dresden, diesmal in einer neuen, ganz besonderen Location - im Kulturpalast. Freuen Sie sich mit uns auf ein grandioses Konzert. 

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Scala & Kolacny Brothers
Scala & Kolacny Brothers
Am 07.07.2012 gibt Scala & Kolacny Brothers eine weiteres Konzert in Dresden, diesmal in einer neuen, ganz besonderen Location - im Kulturpalast. Freuen Sie sich mit uns auf ein grandioses Konzert. 

PRESSE



Rammstein statt Heideröslein
Von Henry Berndt
Der belgische Mädchenchor Scala & Kolacny Brothers singt in Dresden Pop und Rock statt Volksmusik.
Beim Gedanken an einen belgischen Mädchenchor sollten einem fröhliche Volkslieder, Kantaten und Motetten in den Sinn kommen. Diskomusik mit dumpfen Bässen, Rammstein und die Ärzte sind dagegen reichlich ungewöhnlich. Aber Scala & Kolacny Brothers sind eben kein gewöhnlicher Chor, sie sind die Popstars unter den Singegruppen.
Am Sonnabend sorgten Scala im Alten Schlachthof zu Dresden mit ihren Versionen von Hits wie „Was wir alleine nicht schaffen“ von Xavier Naidoo oder „Hungriges Herz“ von Mia für Gänsehaut bei rund 800 sitzenden Besuchern.
Zu erleben waren glockenhelle Mädchenstimmen, jede Menge Hall, ein Schlagzeug, beeindruckende Lichteffekte und zwei Brüder, die ganz offensichtlich wissen, was das Publikum begehrt. Die alte Regel: Je bekannter das Lied, desto größer der Jubel. Am schwersten hatten es wie immer die Eigenkompositionen. Klassiker wie „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten dagegen wurden mit rhythmischem Klatschen honoriert, allein schon weil jedes „ch“ aus belgischen Mündern zu einem niedlichen „k“ wird.
Steven und Stijn Kolacny gründeten ihren Chor 1996 in einer flämischen Kleinstadt und wechselten schnell von klassischen Werken in die Welt des Rock und Pop. Doch anstatt die Lieder von Depeche Mode oder U2 nur zu covern, setzten sie auf eigene Arrangements. Spätestens mit dem deutschsprachigen Album „Grenzenlos“ von 2005, das sich bis heute über 300000 mal verkaufte, wurde Scala so zum erfolgreichsten Mädchenchor der Welt.
Bequem in der Nische ist der Chor seitdem auch hierzulande mehr als Stadtfest, mehr als Schulkonzert – und mehr als Kirche. Etwa 17000 Mitglieder aus 754Kirchenchören sind derzeit im Kirchenchorwerk der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens organisiert. „Keiner dieser Chöre ist mit Scala in irgendeiner Weise vergleichbar“, sagt Landesobmann Jens Staude. Die meisten Gruppen gestalten musikalisch die Gottesdienste aus. Die leistungsfähigeren wirken dazu als Kulturträger für ihre Städte oder Landkreise. „Wir sind nicht auf kommerziellen Erfolg ausgerichtet“, sagt Staude, der dennoch hocherfreut ist über das große Interesse an Scala. „An den Besucherzahlen bemerke ich seit einigen Jahren eine allgemeine Renaissance der Chormusik und das nicht nur in der Adventszeit.“
Ein gelungenes Management und professionelle Werbung hat beigetragen zum Erfolg der Belgier – etwas, das hierzulande nur Kreuz- und Thomanerchor noch böten. Rammstein wird man dort jedoch kaum zu Ohren bekommen.
Und so können es sich Scala vorerst bequem machen in ihrer Nische, wobei die schrägen Kolacny-Brüder auf der Bühne keinen Zweifel daran lassen, wer hier die Fäden in der Hand hat. Der glatzköpfige Stijn dirigiert den Chor wie ein Pantomime auf Ecstasy, sein Bruder Steven streichelt dazu sanft die Tasten seines Flügels. Derweil verirrt sich kaum ein Blick der zwei Dutzend jungen Sängerinnen ins Publikum. Während des Applauses saugen die Brüder jeden Jubelschrei in sich auf. Im Hintergrund nippen die Mädchen an Wasserflaschen oder tupfen sich den Schweiß von der Stirn. Das Projekt Scala läuft.
 
Tipp: Das aktuelle Scala-Album „Paper Plane“ kann kostenlos auf der Internetseite www.scalachoir.com heruntergeladen werden.
Sächsische Zeitung, Ausgabe 03. September 2009








 



MOTORRADTREFFEN MIT SEITENWAGENRENNEN BEIM 6. FRÜHLINGSFEST
Rasante Motorräder und flotte Tänzer
Lindena. Lautes Motorengeknatter, viel aufgewirbelter Sand, dröhnende Bikermusik und eine Schar Schaulustiger: 150 Motorräder aller Klassen trafen sich am Samstag im Rahmen des Frühlingsfestes auf der Festwiese in Lindena. Von Simson, über Harley bis hin zu alten AWOs war alles vertreten. Die am weitesten angereisten Teilnehmer kamen sogar aus Dresden. Und der Jüngste war sicherlich Max Babbe. Zum Glück wohnt der Neunjährige gleich an der Festwiese. Gekonnt lenkte er seinen alten SR 2 auf den Platz, zückte einen großen Holzstock, stützte sein Moped damit ab und schloss es dann auch noch sicher mit einem grünen Schloss. Und wenn Max mal groß ist: «Dann will ich so ein Crossmotorrad fahren.»

Nachdem alle angereist waren, ein bisschen herumgeschaut und gefachsimpelt wurde, ging es zur großen von der Polizei abgesicherten Ausfahrt über Rückersdorf, Fischwasser, Lugau, Doberlug, Schönborn und zurück nach Lindena. Michael Prinz, der Organisator des Linde naer Frühlingsfestes, war froh, dass das so gut ablief.
Doch dann stand noch das Seitenwagenrennen bevor. Auf der von Lindenaer Cross-Fans vorbereiteten Runde sollten zwölf Gespanne an den Start gehen. Ein Gespann besteht aus einem Fahrer, dem Beifahrer und der Maschine. Jeder muss sich auf jeden verlassen können. Die Sportler aufgereiht an einer Linie warteten auf den Startschuss. Spannung lag in der Luft. Springen die Motoren an oder nicht« Kommt man gut weg» Das Signal ertönte. Die Fahrer stürmten zu ihren fahrbaren Untersätzen. Es wurde angeschoben, angekippt und manchmal auch geflucht, doch die meisten kamen gut voran. Eine Viertel Stunde sollte gefahren werden, und Sieger war am Ende das Team mit den meisten Runden. Das Rennen kam fast einer Akrobatikvorstellung gleich. Mit unglaublicher Geschwindigkeit kamen die Wagen angedonnert und heizten um die engen Kurven. Fahrer und Beifahrer legten sich in diese, indem sie nur noch seitlich an den Motorrädern baumelten und ihre Hinterteile fast im Modder schliffe n. Der eine oder andere riss dabei schon mal eine Tonne um. Nach ein paar Runden waren die Fahrer vor Dreck und Schlamm kaum noch erkennbar, aber auf jeden Fall «unkaputtbar» , wie auf den T-Shirts eines Teams geschrieben stand.
Doch der Dreck blieb nicht nur auf der Piste. Wer in feiner Wochenendgarderobe angereist war, war auch in den Zuschauerreihen nicht vor ihm sicher. Meterweit flog der Staub, den die Fahrer aufwirbelten. Brigitte Prinzig und ihren Mann Manfred, Gäste aus Bayern, schreckte dies wie die meisten anderen nicht ab: «Das war wirklich toll und die ganze Zeit über spannend. Die müssen morgen Muskelkater haben, so ein Sport verlangt körperlich ganz schön was ab.»
Und nicht nur das Fahren will gekonnt sein, sondern auch das Fallen. Marcel Jobke (25) aus Lindena, der mit seinem Teamkollegen Christian Müller (25) Titelverteidiger des vergangenen Jahres war, wurde in einer Kurve mehrere Meter schleudersitzartig aus dem Seitenwagen katapultiert, landete jedoch wie eine Katze und stand sofort wieder bei seinem Team im Wagen.
Als Sieger des Rennens gingen diesmal Jürgen Riedel aus Schönborn und Thomas Kroschel aus Lindena hervor. Zweite wurden Markus Kniesche und Erhard Kurbisch aus Schönborn, und der dritte Platz ging an Jörg Passin und Frank Herda, ebenfalls aus Schönborn. Alle Platzierten erhielten eine Medaille.

Organisator Michael Prinz (24) aus Lindena ist mit der Resonanz auf das Motorradtreffen und das Festival der Blasmusik am Sonntag, bei dem die Schlossbergmusikanten und die Plessaer Mühlenmusikanten für flotte Rhythmen sorgten, sehr zufrieden. Doch für den jungen Zeitsoldaten ist das nicht genug. Als Gemeindevertreter verfasste er die Bewerbungsunterlagen für Lindena zum Wettbewerb um die Naturparkgemeinde 2005. So viel jugendliches Engagement für das eigene Dorf verdient höchste Anerkennung.
Von Pauline Geier                                                03.05.2005 Lausitzer Rundschau






Lindenaer Frühlingsfest lockte sogar Sachsen her

Ein Motorradtreffen wird erwachsen

LINDENA.  Mopeds und Motorräder stehen bei der Jugend von Lindena ganz hoch im Kurs. Fast jeder Junge hat so ein Gefährt, meist älterer Bauart, in seinem Schuppen zu stehen. Von den Vätern haben sie es wohl gelernt, doch die schrauben jetzt lieber an ihren alten Lanz Bulldogs herum. Egal, Hauptsache es qualmt und fährt irgendwie. Da lag es nahe, ein Motorradtreffen zu organisieren.

 

Im vergangenen Jahr anlässlich des vom Jugendklub organisierten Frühlingsfestes war Premiere. Etwa zwei Dutzend Zweiräder trafen sich im Lindenpark – allesamt aus der näheren Umgebung. Am vergangenen Samstag stand als Höhepunkt des diesjährigen Frühlingsfestes wieder ein Treffen auf dem Plan, und siehe da, was dort im Lindenpark auffuhr, konnte man durchaus als ein ausgewachsenes Bikertreffen bezeichnen.
Die ganze japanische Familie an hubraumstarken Maschinen war da, und natürlich auch die eigenwilligen alten Motorräder, die in Lindena nicht fehlen dürfen. Als es um 14 Uhr hieß «Aufstellung nehmen zum großen Korso» , da heulten mehr als 70 Motoren auf. Ein imposantes Bild, als sich der Pulk in Bewegung setzte. Nach und nach trudelten noch vereinzelt Biker ein, bis es schließlich schon an die 100 gewesen sein werden.
Michael Prinz, Chef des Jugendklubs von Lindena, hielt die organisatorischen Fäden in seinen Händen und blickte durchaus zufrieden über den Platz. «Dass etwas mehr als im vergangenen Jahr kommen würden, damit haben wir gerechnet, doch dass es so viele werden, überrascht uns schon.» Die Ursache sieht er in mehr und besserer Werbung und in der Unterstützung durch den Lanz-Bulldog-Klub, «die kräftig für uns die Werbetrommel gerührt haben, überall, wo sie das Jahr über waren» . Da verwunderte es nicht, dass da eine ganze Truppe aus Sachsen auffuhr und auch die «Silberstraßenbiker» aus dem Erzgebirge Lindena ihre Aufwartung machten. Jüngster Teilnehmer war der kleine Tom Puhlmann aus Dresden, ganze fünf Jahre alt, dem die Sache sehr gut gefiel. «Über Verwandte kam der Kontakt zustande» , erklärte sein Vater. «Wir wollten uns das alles einmal anschauen. Mit der Organisation und dem Umfeld, das stimmt hier alles schon. Wir werden auch unsere Zelte hier aufschlagen.»
Knapp 20 Helfer hatte Michael Prinz an seiner Seite, die das ganze Wochenende über rotierten, damit auch alles klappt. «Wir finanzieren das Frühlingsfest über Sponsoren und über den Getränkeverkauf. Das hat bisher immer sehr gut funktioniert, wir konnten sogar schon Rücklagen bilden.»
So wird es auch im kommenden Jahr ein Frühlingsfest geben, mit Angeboten für Jung und Alt und natürlich auch mit dem dritten Bikertreffen.
Doch die Jugend von Lindena und Umgebung muss nicht bis zum kommenden Jahr warten, bis wieder was los ist. Der Jugendklub beteiligt sich am 23. und 24. Mai an dem Projekt «Tolerantes Brandenburg» . Es wird auf der Bühne des Lindenparks jede Menge handgemachter Musik von aufstrebenden Bands der Region geben. Michael Prinz und seine Leute freuen sich schon auf die vielen Gäste.

13.05.2003 Lausitzer RundschauVon Torsten Pötzsch